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Die 1945 gegründete UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) ist die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. Ziel der Organisation ist es, durch Förderung der internationalen Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation zur Erhaltung des Friedens und der Sicherheit beizutragen.
Schlicht, streng und klar: So wirkt die Untere Rathaushalle – Bremens älteste Mehrzweckhalle – auf die Besucherinnen und Besucher. Zwei Reihen dunkler, grobbehauener Eichenholzpfeiler gliedern die Halle in drei Längsschiffe. Hier wurde über Jahrhunderte hinweg Markt abgehalten. Überdacht, vor Regen und Wind geschützt, war der Raum ein idealer Treffpunkt für das Volk. Bis ins 19. Jahrhundert verkündete das zuweilen auch unter dem zweiten Bogen der Rathausarkaden tagende Niedergericht seine Urteile. Die beachtenswerten Portale, die einst zu Anbauten führten, stammen aus der Zeit zwischen 1545 und 1660. Die Untere Halle wird als repräsentativer Ort vornehmlich für Ausstellungen mit Themen gesellschaftlicher, historischer oder bremischer Relevanz oder bei überregional tätigen Organisationen, bei denen ein besonderer Bezug zu Bremen besteht, zur Verfügung gestellt.
Groß, hell und mit schwarz-weißem Marmor belegt. So zeigt sich dem Besucher die Wandelhalle, wenn er über die Haupttreppe die erste Etage erreicht hat. Von hier aus gelangt man in den Senatssaal und zu den Büroräumen des Bürgermeisters. Hier kommt auch alle vorbei, die eine Einladung ins Rathaus erhalten haben.
Hinweise auf die ereignisreiche Geschichte Bremens geben die Büsten von Friedrich Ebert (1871-1925), dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, der von 1900 bis 1905 der Bremer Bürgeschaft angehörte, aber auch eine Marmorstatue von Bürgermeister Johann Smidt (1773-1857) sowie ein großes Portrait von Wilhelm Kaisen (1887-1979), dem ersten Bremer Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg.
Siehe auch:
Statue "Johann Smidt"
,
Gemälde "Die Klage Bremens"
,
Gemälde Bürgermeister Wilhelm Kaisen
,
Bronzebüste "Friedrich Ebert"
Die elektrisch betriebene Uhr wurde 1912 für die Erstausstattung des Neuen Rathauses in Nürnberg hergestellt. Sie kam nach Bremen als Geschenk des Kaufmanns August Georg Nebelthau (1871–1924), einem Bruder von Senator Friedrich Nebelthau (1863–1947).
In der Umrandung des Ziffernblatts sind Frühling, Sommer, Herbst und Winter als Symbole des göttlich-ewigen Naturkreislaufs versinnbildlicht. Zusammen mit dem Motto "Die Zeit ist heilig" mahnen sie aber auch zur ganzjährigen Vermeidung verschwenderischen Tuns bzw. jeglicher Trödelei. Wenn Kinder vom Weihnachtsmann (unten rechts, der "Winter") erzählt bekommen, werden sie früher oder später staunend zu der Erkenntnis gelangen, dass der ja auf gar keinen Fall trödeln darf.
Entstanden war die Figur des Weihnachtsmannes im Laufe des 19. Jahrhunderts durch eine Abspaltung von der des Kirchenheiligen Nikolaus. Dieser wurde Jahrhunderte hindurch als wohltätiger Bischof verehrt, und daher rührte auch die Tradition, am St. Nikolaustag (6. Dezember) vor allem den Nachwuchs mit Geschenken zu bedenken. Mit der Reformation ging die Heiligenverehrung in den protestantischen Ländern schlagartig zurück und es verbreitete sich die Feier der Geburt des Christkindes am 24./25. Dezember als Gabentag.
Wilhelm Hauff (1802 - 1827) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik. Nach ihm wurde der Hauff-Keller im Ratskeller des Bremer Rathauses benannt. 1827 ließ er sich dort zu seiner bekannten Weinnovelle "Phantasien im Bremer Ratskeller" hinreißen.
Siehe auch:
Ratskeller
Die heutige Wittheitsstube befindet sich am Standort der Alten Wittheitsstube in dem Anfang des 16. Jahrhunderts entstandenen Nordanbau des Alten Rathauses. Die Unterscheidung in Alte und Neue Wittheitsstube ist notwendig, da die Wittheitsstube im Bremer Rathaus nicht ortsfest war.
Entstanden ist die ältere Wittheitsstube durch den um 1500 gebauten Nordanbau als beheizbarer Beratungsraum, in den sich der Rat der Stadt zurückziehen konnte, um in besonders schwerwiegenden Fragen gemeinsam mit den Ratsmitgliedern, die gerade nicht im Amt waren (turnusmäßiger Wechsel der Bürgermeister und Ratsherren), und zum Teil auch mit Bürgern, zu beraten. Entgegen einiger Vorstellungen diente die Obere Rathaushalle dem Rat nicht als Sitzungsaal – das war die Funktion der Wittheitsstube -, sondern vielmehr als Versammlungsort für die Bürgerinnen und Bürger und als Gerichtshalle.
Bereits im Jahr 1545 entstand eine neue Wittheitsstube. In einem östlichen Erweiterungsanbau des Nordanbaus wurde die Neue Wittheitsstube eingerichtet. Durch das östlichste Portal der Oberen Rathaushalle kam man direkt in die ebenfalls beheizbare Neue Wittheitsstube. Am Standort der Alten Wittheitsstube war nach der Umbenennung 1660 fortan die Rhederkammer untergebracht.
Somit muss – um jahres- und ortsspezifisch zu sein – in Alte und Neue Wittheitsstube unterschieden werden. Zwischen den Jahren 1545 und 1660 gab es zwei Wittheitsstuben – die neue und die alte, daher die Unterscheidung.
Die Neue Wittheitsstube hatte bis 1819 Bestand. In diesem Jahr wurde das Stadthaus nördlich des Alten Rathauses eingeweiht. Dieses Stadthaus war der Sitz der wichtigsten Behörden der Hansestadt. Es entlastete die Räumlichkeiten des Alten Rathauses. Auch die Funktion der Neuen Wittheitsstube war im Stadthaus in Form eines Senatssaals beherbergt. Aus der Neuen Wittheitsstube im Alten Rathaus wurde fortan die Obergerichtsstube, welche spätestens mit dem Bau des Gerichtsgebäudes 1895 überfällig wurde. Ab 1896 plante man den Umbau der Obergerichtsstube zu einem Repräsentationszimmer, das dem Empfang auswärtiger Gäste dienen sollte. Max Salzmann, der zuvor maßgeblich an der Neugestaltung des St. Petri Doms beteiligt war, entwarf nun den heutigen Kamin im Festtreppenhaus – der ehemaligen Obergerichtsstube und Neuen Wittheitsstube. Der Kamin mit den 151 historischen Fliesen, die primär biblische Themen darstellen, und die Ofenplatte aus dem Jahr 1648, die „Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter“ zeigt, schmückt seit 1897 die Stube.
Mit der Einweihung des Neuen Rathauses 1913, welches das Stadthaus ersetzte, wurde die Stube zu einem Durchgang von der Marmoretage des Neuen Rathauses in die Obere Rathaushalle degradiert. Das sogenannte Festtreppenhaus, dessen Namensgeber die Festtreppe ist, die zu besonderen Anlässen, wie etwa dem Schaffermahl, verwendet wird, besteht bis heute. Der von Max Salzmann entworfene Kamin und das Portal aus der Oberen Rathaushalle erinnern an die historische Verwendung des Anbaus als Neue Wittheitsstube und Obergerichtsstube.
Den Begriff der Wittheit, der auf eine Versammlung von kenntnisreichen Leuten aus dem mittelalterlichen Bremen rekurriert, füllt heute einerseits die Wittheit zu Bremen, die wissenschaftliche Vorträge und Veröffentlichungen organisiert, andererseits die Wittheitsstube im Bremer Rathaus mit Leben.
Um 1545 erfolgte eine deutliche Erweiterung der nördlichen Rathausanbauten. Die bisherige östliche Lücke zum Palatium als Sitz des Erzbischofs füllte ein dreigeschossiger Bau, durch den auch die Obere Halle wieder von außen zu erreichen war.
Sie war durch dies farbig gefasste Sandsteinportal von der Halle aus zu betreten. Das Portal entstand im Jahr 1550, das Türblatt wurde im Zuge des Baus des Neuen Rathauses 1912/13 erneuert.
Siehe auch:
Braunschweiger Collektenkammer-Portal
,
Schlüsselwappen-Rhederkammer-Portal
,
Tafel-Portal